Eichenprozessionsspinner (EPS)
Artbestimmung:
Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea)
Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Nachtfalter, dessen Raupen an Eichen leben. Das eigentliche Problem sind nicht die Falter, sondern die Raupen: Ab etwa dem dritten Entwicklungsstadium tragen sie feine Brennhaare mit einem Nesselgift, das bei Menschen und Tieren Reaktionen auslösen kann.
Auffällig ist das namensgebende Verhalten: Die Raupen ziehen in langen „Prozessionen” über Stamm und Äste und bilden Gespinstnester. Diese Nester bleiben auch nach der Saison gefährlich, weil die Brennhaare lange aktiv bleiben.
Woran erkennt man den Eichenprozessionsspinner?
- Befall fast ausschließlich an Eichen
- Raupen in typischen Reihen-/Prozessionsformationen
- weißlich-graue Gespinstnester an Stamm und in Astgabeln
- Häutungsreste und Kotreste in und unter den Nestern
- Auftreten vor allem im Frühjahr und Frühsommer.
Welche Risiken gehen von den Brennhaaren aus?
Die Brennhaare können Haut, Augen und Atemwege reizen. Möglich sind Hautausschlag mit Juckreiz (Raupendermatitis), gerötete Augen sowie Reizungen der Atemwege bis hin zu Atembeschwerden; in Einzelfällen sind stärkere allergische Reaktionen möglich. Die Härchen werden auch über die Luft verbreitet und haften an Kleidung.
Das soll keine Panik auslösen, aber den Umgang ernst nehmen: Befallene Bereiche meiden und Kinder sowie Haustiere fernhalten. Diese Seite ersetzt keine medizinische Beratung.
Was Sie tun und unbedingt lassen sollten:
- Abstand halten und den Bereich um befallene Bäume meiden.
- Nester und Raupen nicht berühren, nicht abschlagen, nicht absaugen und nicht abbrennen.
- Kinder und Haustiere fernhalten.
- Nach möglichem Kontakt: Kleidung wechseln und waschen, duschen und Haare waschen, Augen nicht reiben.
- Bei Hautausschlag, Augen- oder Atembeschwerden ärztlich abklären lassen.
Eigenversuche zur Entfernung wirbeln die Brennhaare auf und verschlimmern die Belastung oft. Die Entfernung gehört in fachkundige Hände mit Schutzausrüstung.
Wann Wulf helfen kann:
Wulf entfernt Eichenprozessionsspinner-Nester fachgerecht – mit geeigneter Technik und Schutzausrüstung, damit Brennhaare nicht unkontrolliert verteilt werden. Sinnvoll ist eine fachliche Einschätzung bei Befall an Wohnhäusern, Gärten, Spielplätzen, Schulen, Kitas oder Betriebsgeländen. Bei Bäumen im öffentlichen Raum ist zusätzlich der jeweilige Eigentümer bzw. die Kommune zuständig.
Vorbeugung:
- gefährdete Eichen früh im Jahr beobachten
- Befall bei den ersten Nestern melden, bevor er sich ausbreitet
- in sensiblen Bereichen (Spielplätze, Einrichtungen) regelmäßig kontrollieren lassen
- alte Nester nicht ignorieren – die Brennhaare bleiben lange aktiv
- bei wiederkehrendem Befall frühzeitig fachliche Beratung einholen.
Eichenprozessionsspinner an Ihrem Baum oder Gelände? Senden Sie uns ein Foto über die Schnellanfrage – wir ordnen den Befund für Sie ein.

